Haushaltsgegenstände

Die Menschen aus den Kordilleren beschäftigen sich seit Langem mit Schmiedekunst, Steinmetzarbeiten und Holzschnitzerei, dem Töpfern sowie der Korbmacherei, um ihre Haushaltsgegenstände herzustellen. Sie stellen diese Gegenstände auf künstlerische Weise aus Pflanzenmaterial aus den Wäldern und aus getauschten Materialien aus dem Tiefland her.
Die Ifugao sind bekannt für das kunstvolle Schnitzen von Löffeln und anderen Haushalsgegenständen mit antropomorphen Dekors.

Die spanischen Missionare, die die Region im 19. Jahrhundert erkundeten, berichteten, dass die Ifugao mit Löffeln aßen - anders als die mit den Fingern essenden Menschen des Tieflandes. Darüber hinaus hielten sie fest, dass die Ifugao die Löffel mit Darstellungen von „anstößigen Figuren“ schnitzten, darunter Bilder ihrer „falschen Götter“. In der Sammlung sind zahlreiche Gegenstände zu finden, die im Haushalt und zum Sammeln von Lebensmitteln verwendet wurden.

Text: Prof. Dr. Leah Abayao

Behälter für Saatgut

Bambusbehälter, der von Korbgewebe aus Rattan umschlossen ist. Mit Deckel und geflochtenem Griff. Einige Dörfer in Ifugao lagerten traditionell ihre Reissaat in Bambus- und Rattanbehältern. Verschiedene Reissorten wurden wie ein Saatgutbanksystem gelagert, sodass man wählen konnte, welche Sorte in Abhängigkeit von den Bedingungen während der jeweiligen Anbausaison auf den Feldern angebaut wird. Im Laufe der Zeit haben die Ifugao viele Reissorten angebaut und genau beobachtet, da diese Kenntnisse sehr wichtig für den traditionellen Reisanbau waren.

Tupil

Fein geflochtener Rattanbehälter mit Deckel für den Transport von Mahlzeiten. In einigen Dörfern wurden solche Behälter auch verwendet, um Hülsenfrüchte zu lagern.

Uppig

Fein geflochtener Rattanbehälter mit Deckel für den Transport von Mahlzeiten.

Kopit

Kleiner Behälter aus Rattan. Körbe dieser Art wurden von Männern verwendet, um Tabak und andere persönliche Gegenstände aufzubewahren.

Ulbong or Orpfong

Geflochtener Behälter mit Deckel und Griff, der zur Aufbewahrung von geschältem und im Mörser zerstoßenem Reis verwendet wurde. Das Unterteil besteht aus einem einzigen, flachen Stück gewundenem Rattan. In die Außenseite des Behälters wurde die Darstellung einer Eidechse eingearbeitet. Vor der Einführung von Reisbehältern aus Kunststoff und Keramik besaß jeder Haushalt einen solchen Behälter, der den Reis vor unerwünschten Insekten schützte und Feuchtigkeit und Geschmack lange bewahrte. Haushalte lagerten zerstoßenen Reis so, um ihn stets kochfertig verfügbar zu haben.

Tongefäß

Tonbehälter mit Holzdeckel und Füßen. Die Verzierung mit geometrischen Mustern erinnert an die traditionellen Tätowierungen der Kalinga.

Patiw

Gewürzbehälter der Ifugao, zum Beispiel für Chilli. In der Vergangenheit pflanzten viele Haushalte Chilli in ihren Gärten an. Es wird zerstoßen und roh zum Würzen von Fleischgerichten verwendet, insbesondere von Männern.

Löffel

Löffel, dessen Stiel als Frauenskulptur gestaltet ist.

Hinalong

Kleinere Version des hinalong bolo der Ifugao mit einer heot-Scheide. Die Scheide besteht aus Holz mit Korbgeflecht aus Rattan. Die meisten Männer besaßen ein solches Messer, das ein sehr nützliches Schneidegerät für fast alles ist. Die Messer wurden früher häufig von den Eigentümern mit einem persönlichen Zeichen oder Muster gekennzeichnet. Heute wird meist der Name eingeritzt.

Löffel

Löffel mit als Skulptur gestaltetem Stiel.

Gubu or Apayo

Reuse, um in den Reisfeldern Fische zu fangen. Hergestellt aus Rattan- und Bambus. Scharfe Bambusspitzen zeigen nach innen damit die Fische nicht wieder heraus können. Der trichterförmige Teil wurde mit dem Stiel der bi-al-Pflanze gewebt, einer Kletterpflanze, die in den steilen, von Sträuchern bewachsenen Hanglagen um die Reisterrassen herum wächst. Die Reuse wird in den Schlamm der Reisterrassen gelegt und ist so gestaltet, dass die Fische durch die trichterförmigen Öffnung hinein, aber nicht mehr heraus schwimmen können. Gubu werden normalerweise zwischen der Ernte und der darauffolgenden Anbausaison verwendet.

Gubu or Apayo

Reuse, um in den Reisfeldern Aale und andere Fische zu fangen. Scharfe Bambusspitzen zeigen nach innen und versperren den Fischenden Weg heraus. Der trichterförmige Teil wurde mit den Stängeln der bi-al-Pflanze geflochten, einer Kletterpflanze, die in den steilen, von Sträuchern bewachsenen Hanglagen um die Reisterrassen herum wächst. Die Reuse wird in den Schlamm der Reisterrassen gelegt und ist so gestaltet, dass die Fische durch die trichterförmigen Öffnung hinein, aber dann nicht mehr heraus schwimmen können. Gubu werden normalerweise zwischen der Ernte und der darauffolgenden Anbausaison verwendet.

Hakda, Hagcha or Haydu

Flacher Korb aus Rattan. Zwischen zwei Anbauperioden auf den Reisfeldern, wenn die Reisfelder abgeerntet sind und für den Anbau neuer Reissetzlinge vorbereitet werden nutzen Frauen auch heute geschickt solche Körbe, um dort kleine Fische, Krabben, Schnecken und Muscheln zu fangen.

Hukup or Ho-op

Flacher Korbbehälter aus Rattan und Bambus. Von den Ifugao wurden solche Behälter für Lebensmittel, vor allem für gekochten Reis und Süßkartoffeln verwendet. Der Sammler gibt an, dass dieses Objekt verwendet wurde, um Malzeiten aus gekochtem Reis mit auf die Felder zu nehmen. Behälter dieser Art werden heute nur noch selten in Haushalten der Ifugao verwendet, da man sie durch Keramik-, Metall- oder Kunststoffgefäße ersetzt hat.

Bitangnge

Essgefäß der Ifugao, bestehend aus einer Esschale und einer damit verbundenen kleineren Schale für Chili. Der Rand ist mit Schnitzereien verziert und das Unterteil wurde als Sockel gestaltet, damit das Gefäß bei der Benutzung sicher stand. Der Sammler gab an, dass dieser Gegenstand etwa vierzig Jahre alt war, als er ihn erwarb.

Löffel

Löffel mit als Skulptur gearbeitetem Stiel.

Löffel

Löffel mit als Skulptur gearbeitetem Stiel.