Wälder

Wälder stellen wichtige Bestandteile der Kulturlandschaft der Kordilleren dar. In der Vergangenheit beschafften sich die Menschen Holz aus dem Naturwald. Die meisten Dörfer wurden in der Nähe von Wassersystemen gebaut, wo es keine Naturwälder gab. Im Laufe der Zeit legten die Menschen Waldstücke an, die heute im Privatbesitz sind und muyong, pinuchu oder batangan genannt werden. Diese Wälder wurden angelegt, um besondere Pflanzenarten anzupflanzen, die in den Dörfern benötigt wurden. Waldstücke stellten die Hauptquelle für Brennholz dar, das im häuslichen Bereich und zur Durchführung von Ritualen verwendet wurde. Ausgesuchte Pflanzenarten wurden hauptsächlich für den Bau von Häusern und zur Herstellung von Skulpturen und Behältnissen angebaut.

Für die Bewässerungssysteme der Reisterrassen wurden Rattan und Bambus angebaut. Sie wurden ebenfalls zur Herstellung von Körben, Rucksäcken Fischfallen und Behältern für verschiedene Zwecke verwendet. Man pflanzte Rattan an, das auch wegen seiner Früchte und jungen Triebe geschätzt wird, die besonders während der Sommermonate gekocht werden. Quellen aus den Bergwäldern wurden in Kanälen zu den Reisterrassen und auch zur Wasserversorgung in die Dörfer geleitet. Naturwälder befanden sich im kommunalen Besitz der Dörfer und wurden bis vor Kurzem nicht privatisiert. Bestimmte Gebiete in den Wäldern wurden zu heiligen Waldstücken deklariert, in denen die Geister leben.

Text: Prof. Dr. Leah Abayao