Christian Roll (1915-2006)

Christian Roll war ein deutscher Journalist. Er berichtete aus den ehemaligen Kriegsgebieten Vietnam, Laos und Kambodscha, von den Philippinen und vielen anderen Orten in Asien. Seine Autobiographie „Straße des Glücks“ beschreibt ihn als Abenteurer, der keine Angst hatte, auch von den gefährlichsten Orten zu berichten. Sie zeigt ihn jedoch auch als starken Trinker und Frauenheld, der viele „Freundinnen“ hatte und in Rotlichtvierteln unterwegs war. Aufgrund seines Lebensstils brauchte er ständig Geld, das er sich durch den Kauf von Antiquitäten auf asiatischen Märkten, die er dann an deutsche Sammler weiterverkaufte, zu beschaffen versuchte. Im Laufe der Zeit entwickelte er Sachkenntnisse und veröffentlichte sogar einige Artikel in internationalen Sammlermagazinen.Der Kurator für Asien (1955-1971) und späterer Direktor des Linden-Museums (1971-1986), Dr. Friedrich Kußmaul, war regelmäßig Kunde von Roll und kaufte mehrere hundert Objekte von ihm. Rolls Korrespondenz mit Kußmaul lässt darauf schließen, dass er die Objekte aus den Kordilleren in den 1970ern auf philippinischen Märkten und von Händlern kaufte. Er reiste dort gemeinsam mit William Beyer, dem Sohn des amerikanischen Ethnologen Henry Otley Beyer, einem Spezialisten für die indigene Kultur der Kordilleren. Aufgrund intensiver Kampagnen der evangelikalen Mission in den Kordilleren wurden zu dieser Zeit viele alte rituelle Objekte entweder zerstört oder für wenig Geld auf Märkten verkauft, da ihren ursprünglichen Besitzern nahe gelegt wurde, ihre früheren Glaubensvorstellungen vollkommen hinter sich zu lassen.

Text: Dr. Georg Noack

Agawin

Kleiner Rattanbehälter für das Sammeln von Schnecken. Frauen befestigten solche Behälter dabei an ihrem Gürtel.

Amband

Armschmuck aus Glas- und Tonperlen, der von Tingguian-Frauen aus Abra getragen wurde.

Amulett

Kleine anthropomorphe Figur, die aus narra-Holz geschnitzt wurde. Möglicherweise als Talisman, als Glücksbringer oder zum Schutz vor Unheil verwendet. Der Sammler bezeichnete dieses Objekt als „Fruchtbarkeitsfigur“.

Anthropomorphe Figur

Anthropomorphe Figur aus Holz mit gebeugten Knien. Mit Patina. Der Sammler bezeichnete dieses Objekt als „Ahnenfigur huguhug“. Huguhug bezeichnet jedoch den Stein über der Feuerstelle, der zum Trocknen von Feuerholz und Reis oder Samen verwendet wird. Die Figur erinnert an die den kinabbigat-Holzfiguren einiger Dörfer im Zentrum des Ifugao-Gebietes. Dort verwendete die vermögende Klasse kinabbigat in ihren Häusern um das Dach zu stützen. Der Begriff kinabbigat ist vermutlich von kabbigat abgeleitet, einem Gott, der als Spender des Reises galt.

Behälter für Fleisch

Behälter aus Holz zur Aufbewahrung von Fleisch. Der Deckel wurde mit einer Echse verziert, die häufig in der Holzschnitzerei dargestellt wird. In einigen Dörfern der Ifugao unterscheidet man mehr als fünf verschiedene Arten von Echsen, die in den Häuser ihrer Umgebung leben. Der Behälter ist in Form einer Schildkröte geschnitzt. Vor dem 2. Weltkrieg wurde nur gelegentlich Fleisch gegessen, normalerweise anlässlich der wichtigen Rituale oder Feierlichkeiten oder, wenn Jäger mit Wild heimkehrten. Schweine- und Hühnerfleisch sind die bevorzugten Fleischsorten der Ifugao und Bontoc.

Behälter für Saatgut

Rattanbehälter mit Deckel und Griff. Er enthält noch Reste von Reissamen. In einigen Dörfern der Ifugao lagerte man Reissamen in Rattanbehältern, die eine natürliche Belüftung der Samen ermöglichten aber gleichzietig die gewünschte Feuchtigkeit und Qualität erhielten. Ausgesuchte Sorten von Reissamen wurden solchen Behältern aufbewahrt und in den Häusern wie ein Saatgutbanksystem gelagert, sodass man wählen konnte, welche Sorte in Abhängigkeit von den Bedingungen der Anbausaison auf den einzelnen Feldern angebaut wurde. Im Laufe der Zeit haben die Ifugao zahlreiche unterschiedliche Reissorten angebaut und beobachtet, da die genaue Kenntnis der Eigenschaften der unterschiedlichen Sorten für den traditionellen Reisanbau sehr wichtig war.

Behälter für Saatgut

Bambusbehälter, der von Korbgewebe aus Rattan umschlossen ist. Mit Deckel und geflochtenem Griff. Einige Dörfer in Ifugao lagerten traditionell ihre Reissaat in Bambus- und Rattanbehältern. Verschiedene Reissorten wurden wie ein Saatgutbanksystem gelagert, sodass man wählen konnte, welche Sorte in Abhängigkeit von den Bedingungen während der jeweiligen Anbausaison auf den Feldern angebaut wird. Im Laufe der Zeit haben die Ifugao viele Reissorten angebaut und genau beobachtet, da diese Kenntnisse sehr wichtig für den traditionellen Reisanbau waren.

Bitangnge

Essgefäß der Ifugao, bestehend aus einer Esschale und einer damit verbundenen kleineren Schale für Chili. Der Rand ist mit Schnitzereien verziert und das Unterteil wurde als Sockel gestaltet, damit das Gefäß bei der Benutzung sicher stand. Der Sammler gab an, dass dieser Gegenstand etwa vierzig Jahre alt war, als er ihn erwarb.

Boaya Halskette

Halskette aus Eber-Hauern und runo-Schilf. Männer, insbesondere Ritualpriester und Kämpfer trugen solche Ketten bei Feierlichkeiten und Ritualen. Feine Muster auf den runo-Schilfhalmen. Jeder der Hauer wurde in Korbgeflecht aus Rattan gefasst. Ältere Ketten bestehen meist aus Krokodilzähnen, weshalb dieser Schmuck nach der Bezeichnung „boaya“ für Krokodil benannt ist. Solche Gegenstände sind heute Familienerbstücke, da traditionelle Materialien für die Herstellung nicht mehr verfügbar sind. Heute werden manchmal Nachbildungen bei Kulturfestivals getragen.

Buklut

Behälter für dudun oder chuchun, große essbare Heuschrecken. Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fingen die Ifugao Heuschrecken. Es gab Fälle, in denen Schwärme von ihnen über die Reisfelder herfielen. In alter Zeit fürchteten die Ifugao, dass die dudun eine Hungernot verursachen könnten und wollten sie deshalb im Zaum halten. Solche Behälter werden nicht mehr hergestellt, da die dudun nicht selten geworden sind.

Bul-ul

Hölzerne Bul-ul-Figur der Ifugao. Die Figur sitzt auf einem viereckigen Sockel. Der Sammler gab an, dass dieses Objekt aus dem Süden des Ifugao-Gebietes stammt und etwa vier Generationen lang verwendet wurde.

Bul-ul

Männliche bul-ul-Figur, die auf einem viereckigen Sockel steht. Sie wurde so geschnitzt, dass eine runde Frisur zu erkennen ist und die Ohren runde Löcher aufweisen, auf die mumbaki-Ritualpriester während der Ernterituale Reisähren legen konnten. Spuren einer Blut-Patina. Während der Durchführung von Reisritualen berührte der mumbaki-Priester die bul-ul-Figur mit seinen Händen, die er vorher in das Blut eines geopferten Schweins getaucht hatte.

Bul-ul

Männliche Bul-ul-Figur, die auf einem viereckigen Sockel sitzt. Ritualobjekt, das mit einer Öffnung zwischen dem Gesäß und dem Sockel gestaltet ist, damit ihm das Männergewand wanoh angelegt werden kann.

Bul-ul mit Haar

Männliche Bul-ul-Figur mit Menschenhaar auf dem Kopf und Schichten von Blut-Patina. In die Ohren wurden runde Löcher gearbeitet, auf die der mumbaki-Ritualpriester während der Ernterituale Reisähren legte. Der Sockel ist wie ein Reismörser der Ifugao geformt. Aus dem Westen des Ifugao-Gebietes.

Bul-ul mit wanoh

Ifugao legen manchmal ein Hüftgewand für Männer (wanoh) um ihre bul-ul-Figuren und gestalten den Kopfbereich so, dass der Haarschnitt sichtbar ist. Der mumbaki-Ritualpriester legte während der Ernterituale oft Reisähren auf die Ohren der Figuren. Die bul-ul-Figur steht auf einem geschnitzten Sockel, der wie ein Reismörser der Ifugao geformt ist.

Bul-ul Paar

Ein Paar Bul-ul-Holzfiguren, bestehend aus Mann und Frau, die auf geschnitzten viereckigen Sockeln sitzen. Während der Reisernte werden sie gegenüber den geernteten Reisbündeln gesetzt und stellen ein Götterpaar dar, das über die Ernte wacht. Di Figuren weisen Spuren einer Blut-Patina auf. Während der Durchführung von Reisritualen berührt der mumbaki-Priester manchmal die bul-ul-Figuren mit seinen Händen, die er vorher in das Blut eines geopferten Schweins getaucht hat. Nach der Ernte werden sie oft zusammen mit Holzschweinen als Wächter vor die Türen von Reisspeichern gesetzt.

Bul-ul Paar

Ein Paar Bul-ul-Holzfiguren, bestehend aus Mann und Frau, die auf einem geschnitzten Sockel stehen. Die Frau steht auf einem Sockel, der in Form eines Reismörsers der Ifugao gestaltet ist. Mögliche Spuren einer Blut-Patina. Nach der Ernte werden sie oft zusammen mit Holzschweinen als Wächter vor die Türen von Reisspeichern gesetzt.

Darstellung einer rituellen Handlung

Fünfteiliges Set aus Miniaturobjekten (mumbaki-Ritualpriester, Reisweinkrug, Ritualkiste, Schwein, Reisweinschüssel), eine rituelle Handlung darstellend. Rituale wurden häufig im Wohnhaus oder im Außenbereich von Häusern der Ifugao durchgeführt. Dieses Set zeigt einen Ritualpriester, der neben dem für das Ritual benötigten Material sitzt. Priester saßen bei der Durchführung von Ritualen mehrere Stunden lang und wechseln sich beim Rezitieren der rituellen Mythen ab.

Dukaw or Chukaw

Anthropomorphe Figur aus Bronze, die an einem kleinen Holzstück befestigt ist. Sie gehört zum dungdung-Kopfschmuck, den Frauen während der Hochzeitszeremonie (uya-uy) auf dem Kopf trugen. Sie wurde nur von der vermögenden Elite der Ifugao, den kadangyan getragen. Der dukaw ist an langen inipul-Perlenschnüren befestigt, die zusammen mit ihm den Kopfschmuck der Braut bilden. Solche Schmuckstücke werden nicht mehr hergestellt, da man heute die Hochzeiten nach christlichem Brauch feiert. Einige Familien lassen jedoch traditionelle Hochzeitsriten in die christlichen Hochzeitszeremonien einfließen.

Gampa

Kleines gampa der Ifugao, das als Tablett, z. B. für gekochte Süßkartoffeln oder Taro verwendet wird.

Gangsa

Bontoc-Gong aus Bronze. Der Sammler gab an, dass der Griff aus einem Kieferknochen besteht. Gongs wurden während der Reisrituale der Bontoc gespielt, insbesondere während der Anbau- und Erntesaison. Das Instrument gibt es in unterschiedlichen Größen und es wird passend zur bevorzugten Tonhöhe unterschiedlich gestimmt. Nur wenige Männer beherrschen heute noch die Kunst der Herstellung solcher Instrumente.

Ginutto

Gürtel, der von Männern getragen wird und aus scheibenförmigen Muschelringen besteht. Er wird zusammen mit dem bolo-Messer in einer Holzscheide getragen. Die Muscheln sind mit einer Kombination aus Baumwollfaden, Rindenfaden und Rattan befestigt. Die Ringe hängen herunter, wenn sie von Männern getragen werden. Ein solcher ginutto ist ein sehr geschätztes Besitzstück unter den Ifugao und nur die vermögende Elite trägt sie bei Feierlichkeiten. Echten ginutto stellen heute ein kostbares Familienerbstück dar, da die Materialien für die Herstellung solcher Objekte heute nicht mehr verfügbar sind. Es werden aber oft Nachbildungen hergestellt, die bei Kulturfestivals getragen werden.

Gubu or Apayo

Reuse, um in den Reisfeldern Aale und andere Fische zu fangen. Scharfe Bambusspitzen zeigen nach innen und versperren den Fischenden Weg heraus. Der trichterförmige Teil wurde mit den Stängeln der bi-al-Pflanze geflochten, einer Kletterpflanze, die in den steilen, von Sträuchern bewachsenen Hanglagen um die Reisterrassen herum wächst. Die Reuse wird in den Schlamm der Reisterrassen gelegt und ist so gestaltet, dass die Fische durch die trichterförmigen Öffnung hinein, aber dann nicht mehr heraus schwimmen können. Gubu werden normalerweise zwischen der Ernte und der darauffolgenden Anbausaison verwendet.

Gubu or Apayo

Reuse, um in den Reisfeldern Fische zu fangen. Hergestellt aus Rattan- und Bambus. Scharfe Bambusspitzen zeigen nach innen damit die Fische nicht wieder heraus können. Der trichterförmige Teil wurde mit dem Stiel der bi-al-Pflanze gewebt, einer Kletterpflanze, die in den steilen, von Sträuchern bewachsenen Hanglagen um die Reisterrassen herum wächst. Die Reuse wird in den Schlamm der Reisterrassen gelegt und ist so gestaltet, dass die Fische durch die trichterförmigen Öffnung hinein, aber nicht mehr heraus schwimmen können. Gubu werden normalerweise zwischen der Ernte und der darauffolgenden Anbausaison verwendet.

Hakda, Hagcha or Haydu

Flacher Korb aus Rattan. Zwischen zwei Anbauperioden auf den Reisfeldern, wenn die Reisfelder abgeerntet sind und für den Anbau neuer Reissetzlinge vorbereitet werden nutzen Frauen auch heute geschickt solche Körbe, um dort kleine Fische, Krabben, Schnecken und Muscheln zu fangen.

Hinalong

Kleinere Version des hinalong bolo der Ifugao mit einer heot-Scheide. Die Scheide besteht aus Holz mit Korbgeflecht aus Rattan. Die meisten Männer besaßen ein solches Messer, das ein sehr nützliches Schneidegerät für fast alles ist. Die Messer wurden früher häufig von den Eigentümern mit einem persönlichen Zeichen oder Muster gekennzeichnet. Heute wird meist der Name eingeritzt.

Hip’ag

Anthropomorphe Figur aus Holz, die auf einem geschnitzten Sockel sitzt. Mit Patina. Figuren wie diese verkörpern die Kräfte der Hip‘ag-Kriegsgottheiten, die in Ritualen angerufen wurden, die im Zusammenhang mit Gewalt und damit kriegerischen Handlungen standen. Hip‘ag-Götter wurden auch häufig mit der Jagd, Zauberei und Heilung seltener Krankheiten in Verbindung gebracht. Hip‘ag konnten auch die Form von Tieren, wie z. B. Wildschweinen annehmen. Laut dem Sammler war dieses Objekt „mehrere Generationen“ alt, als er es erwarb.

Holzgefäß

Holzbehälter, dessen Griff als sitzende, anthropomorphe Figur gestaltet ist.

Hukup or Ho-op

Flacher Korbbehälter aus Rattan und Bambus. Von den Ifugao wurden solche Behälter für Lebensmittel, vor allem für gekochten Reis und Süßkartoffeln verwendet. Der Sammler gibt an, dass dieses Objekt verwendet wurde, um Malzeiten aus gekochtem Reis mit auf die Felder zu nehmen. Behälter dieser Art werden heute nur noch selten in Haushalten der Ifugao verwendet, da man sie durch Keramik-, Metall- oder Kunststoffgefäße ersetzt hat.

Kalasay

Holzschild, gewölbt mit drei Spitzen oben sowie zwei Spitzen an der Unterseite. Korbelemente aus Rattan halten das Holz zusammen. Geschnitzter Griff auf der Rückseite. Dicke Patina. Laut Sammler aus dem 19. Jahrhundert.

Kango

Schädel und Schnabel eines Nashornvogels, als Teil des kango-Kopfschmucks, der von einem Bräutigam während der Hochzeitszeremonie (uya-uy) getragen wurde. Der kango-Kopfschmuck besteht aus dem Schädel und Schnabel des Nashornvogels, Glasperlenschnüren, Pflanzensamen und Federn. Er wurde über einem neugewebten Männergewand getragen, das auf den Kopf gelegt wurde und bis zur Taille herunterreichte. Solcher Hochzeitsschmuck wurde nur von den Männern der vermögenden Elite der Ifugao, den kadangyan, getragen. Heute werden sie nicht mehr hergestellt, da man die Hochzeiten nach christlichem Brauch feiert. Einige Familien lassen jedoch traditionelle Hochzeitsriten in die christlichen Hochzeitszeremonien einfließen.

Kinabbigat

Weibliche Holzfigur mit am Unterteil befestigten Hühnerfedern. Mit Patina. In einigen Dörfern im Zentrum des Ifugao-Gebietes bewahrte die vermögende Klasse, die die imbayah-Rituale durchführte um das Wohl des Dorfes zu sichern, solche Figuren in ihren Häusern auf. Die Figur wurde verwendet, um das Dach des Wohnhauses zu stützen. Der Begriff kinabbigat ist vermutlich von kabbigat abgeleitet, einem Gott, der als Spender des Reises galt.

Kinahu hip’ag

Holzfigur in Hundeform, die als Amulett dient. Solche Objekte werden normalerweise in einem Korb oder Ritualkasten aufbewahrt. Mit Patina. Figuren wie diese verkörpern die Kräfte der Hip‘ag-Kriegsgottheiten, die in Ritualen angerufen wurden, die im Zusammenhang mit Gewalt und kriegerischen Handlungen stehen. Hip‘ag-Gottheiten wurden auch häufig mit Jagd, Zauberei und der Heilung seltener Krankheiten in Verbindung gebracht.

Kopit

Kleiner Behälter aus Rattan. Körbe dieser Art wurden von Männern verwendet, um Tabak und andere persönliche Gegenstände aufzubewahren.

Korb zum Vogelfang

Korbbehälter zum Vogelfang. In den Sommermonaten gehen viele Jungen aus Dörfern in die Berge und auf die Felder, um Vögel wie die bud‘ing- oder pfucheng-Reisfinken zu fangen. Sie verwenden Ruten mit klebrigem pu-ot-Pflanzensaft, etwa vom Jackfrucht-Baum, um die Vögel zu fangen.

Löffel

Löffel mit als Skulptur gearbeitetem Stiel.

Löffel

Löffel mit als Skulptur gearbeitetem Stiel.

Löffel

Löffel mit als Skulptur gestaltetem Stiel.

Löffel

Löffel, dessen Stiel als Frauenskulptur gestaltet ist.

Malukung Behälter für Speisen

Holzbehälter für Sago aus Banaue, an beiden Seiten mit einem Schildkrötenkopf verziert. Der Sammler gab an, dass dieses Objekt aus dem 19. Jahrhundert stamme. Ähnliche Behälter wurden zur Lagerung von Lebensmitteln verwendet, die mit der hibak oder tuwali Kochmethode der Ifugao für Fleisch, Hülsenfrüchte und anderes Gemüse gekocht worden waren. Behälter dieser Art werden inzwischen nur noch selten in den Haushalten der Ifugao verwendet, da sie allmählich durch Keramik-, Glas- und Kunststoffbehälter ersetzt wurden. Bisweilen stellen heute Holzschnitzer solche Objekte her, um sie an Touristen zu verkaufen.

Männliche Skulptur

Anthropomorphe Figur mit deutlich herausgearbeiteten männlichen Geschlechtsorganen. Der Sammler notierte, dass diese Figur über den Schlafstätten der Bontoc aufgehängt wurde.

Männlicher tanzender Bul-ul

Männliche Bul-ul-Figur aus Kiangan. Fein geschnitzt, mit abnehmbaren Armen. Die seitlich ausgestreckten Hände scheinen eine Tanzbewegung des traditionellen Tanzes der Ifugao darzustellen. Die Figur steht auf einem quadratischen Sockel.

Menschlicher Schädel

Schädel, der auf einem Holzbrett zusammen mit einer hölzernen Speerklinge und getrockneten Blättern befestigt ist.

Miniatur Reismörser Luhong und Stößel Alu

Fein geschnitzter Miniatur-Reismörser mit Stößel aus Holz. Dies sind Werkzeuge der Ifugao, um geernteten und in der Sonne getrockneten Reis zu zerstoßen und zu schälen. Jedes Haus in der Ifugao-Gesellschaft besaß mindestens einen solchen Mörser. Es war üblich, dass man mehrere Stößel besaß, deren Größe und Gewicht je nach Alter des Benutzers variierte. Sie werden jedoch heute nur noch teilweise verwendet, da man begonnen hat, die Reismühlentechnologie kiskisan einzuführen.

Modelhaus

Modell eines Wohnhauses im Stil der Dörfer im Zentrum des Ifugao-Gebietes. Holzstruktur mit Strohdach aus Silberhaargras. Es kann in seine Bestandteile zerlegt und wieder zusammengebaut werden, wie es auch bei einem echten Haus der Ifugao der Fall ist. Die tuod- oder tukod-Pfähle zeigen, dass das Haus auf Baumstämmen mit abgeschnittenen Wurzeln errichtet wurde. Dieses Modell zeigt zudem die dicken lidi-Scheiben, die auf das obere Ende aller vier Pfähle gesetzt wurden um zu verhindern, dass Ratten in das Haus gelangen. Das Modell beinhaltet darüber hinaus einen aus Holz geschnitzten Miniatur-Reismörser mit Stößel, der einen wichtigen Gegenstand in Häusern der Ifugao darstellt und ein fünfteiliges Set von Miniaturobjekten (mumbaki-Ritualpriester, Reisweinkrug, Ritualkiste, Schwein, Reisweinschüssel) ist ebenfalls enthalten.

Muling Steinamulett

Muling, ein harter, schwerer Stein, der als Amulett benutzt wurde, um sich vor Unheil zu schützen. In einigen Teilen des Ifugao-Gebietes werden solche Steine am Ende eines Stockes befestigt um sie daran zu tragen. In anderen Teilen des Ifugao Gebietes wird er auch kodla genannt.

Paheeng

Gewebter Rucksack aus Rattan mit Deckel und Gurten. Er wurde hergestellt, um auf langen Strecken, die meist per Fuß zurückgelegt wurden, bequem Lasten tragen zu können. Er diente zur Aufbewahrung und zum Transport von persönlichen Gegenständen, Lebensmitteln und Kleidung. Taschen dieser Art sind bei den Ifugao nicht mehr weit verbreitet, da sie durch handelsübliche Stoff- und Lederrucksäcke ersetzt wurden. Heute werden solche Objekte hergestellt, um sie an Touristen zu verkaufen.

Paheeng

Rattan-Rucksack, der dazu diente, auf langen Strecken, die meist per Fuß zurückgelegt wurden, Lasten flexibel tragen zu können. Solche Rucksäcke wurden auch zur Aufbewahrung und zum Transport von persönlichen Gegenständen und Proviant verwendet. Eine der zahlreichen verschiedenen Arten von Rucksäcken, die die Ifugao herstellten. Behälter dieser Art sind bei den Ifugao heute nicht mehr weit verbreitet, da sie inzwischen durch handelsübliche Stoff- und Lederrucksäcke ersetzt wurden. Korbflechter stellen sie jedoch noch zum Verkauf an Touristen her.

Patiw

Gewürzbehälter der Ifugao, zum Beispiel für Chilli. In der Vergangenheit pflanzten viele Haushalte Chilli in ihren Gärten an. Es wird zerstoßen und roh zum Würzen von Fleischgerichten verwendet, insbesondere von Männern.

Punamhan

Ein hölzerner Ritualkasten mit Deckel: Solche Kästen wurden von den Ifugao in Ritualen verwendet, die eine reiche Reisernte bewirken sollten. Der Kasten enthält Reste von pakhuy (ungeschältem Reis), momah (Betelnuss), geschnittene runo-Stängel (Chinaschilf), ein Steinamulett, ein kleines flaches Eisenstück (vielleicht Teil einer Klinge, die zur Reiseernte verwendet wurde) und getrocknete Bestandteile der Betel-Palme. Nach jedem durchgeführten Ritual wurden Reste der verwendeten Materialien in der Kiste zurückgelassen. Chinaschilfstängel dienten bei Heilungsritualen zum Herbeirufen von Seelen. In einigen Dörfern der Ifugao konnten Chinaschilfstängel aber in Ritualkästen auch verwendet werden, um die Anzahl von Schweinen zu erfassen, mit der die mit dem Ritualkasten verbundenen Reisfelder bezahlt worden waren.

Punamhan

Hölzerner Ritualkasten mit Deckel, der von den Ifugao in Ritualen zur Steigerung der Reisernte verwendet wurde. Sie ist an beiden Enden mit anthropomorphen Figuren verziert und enthält Reste von pakhuy (ungeschältem Reis), momah (Betelnuss), Eiern und getrockneter Baumrinde. Bei dem Inhalt des Kastens handelt es sich um die Überreste durchgeführter Rituale in denen das Objekt verwendet wurde.

Ritualkorb

Kleiner Ritualkasten aus geflochtenem Rattan. Eine anthropomorphe Figur aus Holz und eine Feder sind daran befestigt. Der Kasten enthält Reste der getrockneten momah (Betelnuss), ein hip‘ag-Amulett aus Stein, ein hölzernes kinahu-Amulett und ein gerolltes, zusammengebundenes Blatt. Der Sammler bezeichnete dieses Objekt als „Zauberkasten mit Inhalt“.

Schmuckdose

Kleiner, fein geflochtener Behälter mit Deckel. Er wurde verwendet, um Schmuckstücke, wie Ohrringe und Halsketten aufzubewahren. Bei den Ifugao werden Behälter dieser Art heute nur noch selten verwendet, da der traditionelle Schmuck nicht mehr hergestellt wird und allmählich durch andere Formen von Schmuck ersetzt wurde. Ähnliche Objekte werden jedoch noch gewoben und an Touristen verkauft.

Schwein

Hölzerne Tierfigur aus den Süden des Ifugao-Gebietes. Solche Figuren wurden oft in die Reisspeicher der Ifugao gelegt und waren Bestandteil der bul-ul und punamhan oder tingab-Ritualkästen.

Skulptur

Holzfigur, die eine Frau darstellt. Mit Patina. Der Sammler gab an, dass sie ein als Ahnenfigur gestalteter Hauspfahl ist und von den Bontoc stammt.

Skulptur „Alter Mann“

Holzfigur eines alten Mannes mit einem Gehstock. Der Sammler gibt an, dass dies eine Schnitzerei aus Weichholz sei, die einen Ifugao-Kämpfer darstellt und in der amerikanischen Kolonialzeit für kommerzielle Zwecke hergestellt wurde.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein Frauenrock sei.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein Frauenrock sei.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein „Leichentuch“ sei.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein „Lendenschurz“ sei.

Stoff

Collector noted this is a “blanket”.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein „Rock“ sei.

Suklong

Kopfbedeckung aus gefärbten Pflanzenfasern, den Hauern eines Ebers und Perlen. In der Mitte findet sich ein Knopf mit der Darstellung eines Adlers. Solche Kopfbedeckungen wurden von Männern getragen und dienten auch zur Aufbewahrung von persönlichen Gegenständen am Körper. Sie wurden hinten auf dem Kopf getragen und mit der Perlenschnur über der Stirn gesichert. Verschiedene Formen solcher Kopfbedeckungen sind im Bontoc-Kankanaey-Gebiet zu finden. Ältere Bontoc tragen suklong noch bei Festen und besonderen Anlässen.

Tangkil

Oberarmschmuck aus dem Hauer eines Ebers. Mit Korbgeflecht und einer Holzfigur, an der Federn befestigt sind. Männer tragen bei Feierlichkeiten und Ritualen, wie z. B. dem begnas-Ritual für den Reisanbau ein Paar dieser Oberarmschmuckelemente. Solche Objekte sind heute meist Familienerbstücke, da die ursprünglich verwendeten Materialien nicht mehr verfügbar sind. Moderne Nachbildungen werden oft bei Kulturfestivals getragen.

Tinagtagu

Männliche Skulptur aus Holz mit einem Tuch um die Taille. Die Figur sitzt auf einem runden Sockel. Ein Teil der Nase, des Arms und des Beins ist abgebrochen, was darauf hinweist, dass die Figur eventuell in einem Ritual verwendet wurde. Der Sammler gibt an, dass dieses Objekt von den Bontoc stammt und bezeichnet es als tinagtagu.

Tongefäß

Tonbehälter mit Holzdeckel und Füßen. Die Verzierung mit geometrischen Mustern erinnert an die traditionellen Tätowierungen der Kalinga.

Tupil

Fein geflochtener Rattanbehälter mit Deckel für den Transport von Mahlzeiten. In einigen Dörfern wurden solche Behälter auch verwendet, um Hülsenfrüchte zu lagern.

Ulbong or Orpfong

Geflochtener Behälter zur Lagerung von geschältem oder im Mörser zerstoßenem Reis. Vor der Einführung von Reisbehältern aus Kunststoff besaß jeder Haushalt einen solchen Behälter. Er diente dazu, den Reis vor Schadinsekten zu schützen und bewahrte die gewünschte Feuchtigkeit und den Geschmack des Reises für lange Zeit. Haushalte lagerten zerstoßenen Reis um ihn jederzeit kochfertig verfügbar zu haben. Heute werden ähnliche Behälter in den Kordilleren gewebt und als feierliches Geschenk an frisch verheiratete Paare überreicht.

Ulbong or Orpfong

Geflochtener Behälter für die Lagerung von für rituelle Zwecke bestimmtem Reis.

Ulbong or Orpfong

Geflochtener Behälter mit Deckel und Griff, der zur Aufbewahrung von geschältem und im Mörser zerstoßenem Reis verwendet wurde. Das Unterteil besteht aus einem einzigen, flachen Stück gewundenem Rattan. In die Außenseite des Behälters wurde die Darstellung einer Eidechse eingearbeitet. Vor der Einführung von Reisbehältern aus Kunststoff und Keramik besaß jeder Haushalt einen solchen Behälter, der den Reis vor unerwünschten Insekten schützte und Feuchtigkeit und Geschmack lange bewahrte. Haushalte lagerten zerstoßenen Reis so, um ihn stets kochfertig verfügbar zu haben.

Umhängetasche

Eine kleine Umhängetasche aus Rattan, mit Abdeckung und Henkel.

Uppig

Fein geflochtener Rattanbehälter mit Deckel für den Transport von Mahlzeiten.