Körperschmuck

Die Menschen schmücken sich zu besonderen Anlässen, besonders während Hochzeitszeremonien und rituellen Anlässen der Dorfgemeinschaft, etwa bei Reisritualen der Bontoc und Kankanaey. Männer und Frauen benutzten häufig Perlen aus Samen, Steinen und Glas, Muscheln sowie Tierbestandteile, um Schmuckobjekte herzustellen. Die Materialien stammten aus den Wäldern und Flüssen oder wurden aus den benachbarten Gemeinschaften des Tieflands beschafft. Einige Gegenstände umfassten Flechtmuster aus Rattan. Stoffe wurden gefertigt, um aus ihnen Kleidung und Decken zu nähen. Der Körperschmuck zeigte den sozialen Stand und Status und ist in seiner Gestaltung geschlechtsspezifisch, wie verschiedene Objekte der Sammlung belegen.

Die Dörfer stellen einige dieser Gegenstände noch immer her, um sie auf zeitgenössischen Kulturfestivals und Treffen, die heute jährlich an verschiedenen Orten stattfinden, zu verwenden. Die Diaspora der Kordillerer hat sich in verschiedenen Teilen Europas und Nordamerikas organisiert, z. B. in der Igorot Cordillera BIMAAK Europe (ICBE) und der Igorot Global Organization (IGO), und richtet aktiv Konferenzen und Veranstaltungen aus, um das kulturelle Erbe der Kordillerer zu würdigen.

Text: Prof. Dr. Leah Abayao

Tangkil

Oberarmschmuck eines Mannes aus Eberhauern. Männer trugen bei Feierlichkeiten und Ritualen, wie z. B. dem begnas-Ritual für den Reisanbau ein Paar dieser Oberarmschmuckelemente. Solche Objekte sind heute meist Familienerbstücke, da die ursprünglich verwendeten Materialien nicht mehr verfügbar sind. Neue Nachbildungen werden jedoch häufig bei Kulturfestivals getragen.

Ginutto

Gürtel, der von Männern getragen wird und aus scheibenförmigen Muschelringen besteht. Er wird zusammen mit dem bolo-Messer in einer Holzscheide getragen. Die Muscheln sind mit einer Kombination aus Baumwollfaden, Rindenfaden und Rattan befestigt. Die Ringe hängen herunter, wenn sie von Männern getragen werden. Ein solcher ginutto ist ein sehr geschätztes Besitzstück unter den Ifugao und nur die vermögende Elite trägt sie bei Feierlichkeiten. Echten ginutto stellen heute ein kostbares Familienerbstück dar, da die Materialien für die Herstellung solcher Objekte heute nicht mehr verfügbar sind. Es werden aber oft Nachbildungen hergestellt, die bei Kulturfestivals getragen werden.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein „Rock“ sei.

Stoff

Collector noted this is a “blanket”.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein „Lendenschurz“ sei.

Boaya Halskette

Halskette aus Eber-Hauern und runo-Schilf. Männer, insbesondere Ritualpriester und Kämpfer trugen solche Ketten bei Feierlichkeiten und Ritualen. Feine Muster auf den runo-Schilfhalmen. Jeder der Hauer wurde in Korbgeflecht aus Rattan gefasst. Ältere Ketten bestehen meist aus Krokodilzähnen, weshalb dieser Schmuck nach der Bezeichnung „boaya“ für Krokodil benannt ist. Solche Gegenstände sind heute Familienerbstücke, da traditionelle Materialien für die Herstellung nicht mehr verfügbar sind. Heute werden manchmal Nachbildungen bei Kulturfestivals getragen.

Kango

Schädel und Schnabel eines Nashornvogels, als Teil des kango-Kopfschmucks, der von einem Bräutigam während der Hochzeitszeremonie (uya-uy) getragen wurde. Der kango-Kopfschmuck besteht aus dem Schädel und Schnabel des Nashornvogels, Glasperlenschnüren, Pflanzensamen und Federn. Er wurde über einem neugewebten Männergewand getragen, das auf den Kopf gelegt wurde und bis zur Taille herunterreichte. Solcher Hochzeitsschmuck wurde nur von den Männern der vermögenden Elite der Ifugao, den kadangyan, getragen. Heute werden sie nicht mehr hergestellt, da man die Hochzeiten nach christlichem Brauch feiert. Einige Familien lassen jedoch traditionelle Hochzeitsriten in die christlichen Hochzeitszeremonien einfließen.

Dukaw or Chukaw

Anthropomorphe Figur aus Bronze, die an einem kleinen Holzstück befestigt ist. Sie gehört zum dungdung-Kopfschmuck, den Frauen während der Hochzeitszeremonie (uya-uy) auf dem Kopf trugen. Sie wurde nur von der vermögenden Elite der Ifugao, den kadangyan getragen. Der dukaw ist an langen inipul-Perlenschnüren befestigt, die zusammen mit ihm den Kopfschmuck der Braut bilden. Solche Schmuckstücke werden nicht mehr hergestellt, da man heute die Hochzeiten nach christlichem Brauch feiert. Einige Familien lassen jedoch traditionelle Hochzeitsriten in die christlichen Hochzeitszeremonien einfließen.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein „Leichentuch“ sei.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein Frauenrock sei.

Stoff

Der Sammler gab an, dass dies ein Frauenrock sei.

Tangkil

Oberarmschmuck aus dem Hauer eines Ebers. Mit Korbgeflecht und einer Holzfigur, an der Federn befestigt sind. Männer tragen bei Feierlichkeiten und Ritualen, wie z. B. dem begnas-Ritual für den Reisanbau ein Paar dieser Oberarmschmuckelemente. Solche Objekte sind heute meist Familienerbstücke, da die ursprünglich verwendeten Materialien nicht mehr verfügbar sind. Moderne Nachbildungen werden oft bei Kulturfestivals getragen.

Suklong

Kopfbedeckung aus gefärbten Pflanzenfasern, den Hauern eines Ebers und Perlen. In der Mitte findet sich ein Knopf mit der Darstellung eines Adlers. Solche Kopfbedeckungen wurden von Männern getragen und dienten auch zur Aufbewahrung von persönlichen Gegenständen am Körper. Sie wurden hinten auf dem Kopf getragen und mit der Perlenschnur über der Stirn gesichert. Verschiedene Formen solcher Kopfbedeckungen sind im Bontoc-Kankanaey-Gebiet zu finden. Ältere Bontoc tragen suklong noch bei Festen und besonderen Anlässen.

Paheeng

Gewebter Rucksack aus Rattan mit Deckel und Gurten. Er wurde hergestellt, um auf langen Strecken, die meist per Fuß zurückgelegt wurden, bequem Lasten tragen zu können. Er diente zur Aufbewahrung und zum Transport von persönlichen Gegenständen, Lebensmitteln und Kleidung. Taschen dieser Art sind bei den Ifugao nicht mehr weit verbreitet, da sie durch handelsübliche Stoff- und Lederrucksäcke ersetzt wurden. Heute werden solche Objekte hergestellt, um sie an Touristen zu verkaufen.

Amband

Armschmuck aus Glas- und Tonperlen, der von Tingguian-Frauen aus Abra getragen wurde.

Appaki Halskette

Halskette, aus den Samen einer appaki genannten Pflanze. Solche Ketten wurden häufig in den Dörfern der Kordilleren getragen. In einigen Dörfern werden solche Ketten noch immer hergestellt um sie in Geschäften oder bei den jährlichen Kulturfestivals zu verkaufen. Moderne Halsketten und Taschen werden ebenfalls aus den appaki-Samen hergestellt.

Suklong

Kopfbedeckung der Bontoc aus Pflanzenfasern. Solche Kopfbedeckungen dienten Männern als Schmuck, aber auch zur Aufbewahrung von persönlichen Gegenständen oder Tabak. Sie wurden am Hinterkopf getragen und mit einem Band über die Stirn gesichert. Solche Kopfbedeckungen gab es in vielen Formen im Bontoc-Kankanaey-Gebiet. Ältere Bontoc tragen Suklong noch bei Feierlichkeiten oder zu besonderen Anlässen.

Kattagang

Kopfbedeckung der Kalinga aus gefärbten Pflanzenfasern. Die Gestaltung und Farbigkeit dieses Objekts ist charakteristisch für die Kalinga. Solche Kopfbedeckungen dienten Männern als Schmuck, aber auch zur Aufbewahrung von persönlichen Gegenständen oder Tabak. Sie wurden am Hinterkopf getragen und mit einem Band über die Stirn gesichert. Sie wurden oft getragen, wenn Männer in die Nachbardörfer gingen oder an Feierlichkeiten teilnahmen. Ähnliche Objekte sind in vielen Dörfern der Kalinga zu finden. Ältere Männer tragen solche Kopfbedeckungen noch heute bei Feierlichkeiten und zu besonderen Anlässen.

Tangkil

Oberarmschmuck eines Mannes, der aus den Hauern eines Ebers hergestellt wurde. Mit Korbgeflecht, Rattan und einigen daran befestigten Haarsträhnen. Männer tragen bei Feierlichkeiten und Ritualen wie dem begnas-Ritual für den Reisanbau ein Paar dieser Oberarmschmuckelemente. Solche Objekte sind heute meist wertvolle Familienerbstücke, da die Materialien für die Herstellung nicht mehr verfügbar sind. Moderne Nachbildungen werden jedoch häufig bei Kulturfestivals getragen.

Tangkil

Oberarmschmuck eines Mannes aus den Hauern eines Ebers. Mit Korbgeflecht und Rattanband. Männer tragen bei Feierlichkeiten und Ritualen, wie z. B. dem begnas-Ritual für den Reisanbau diese Oberarmschmuckelemente paarweise. Solche Objekte sind heute Familienerbstücke, da Materialien für die Herstellung nicht mehr verfügbar sind. Moderne Nachbildungen werden jedoch weit verbreitet bei Kulturfestivals getragen.