Amulette und Glücksbringer

Mit Hilfe von Amuletten und Glücksbringern erkunden Menschen übernatürliche Lösungen für weltliche Bedürfnisse und Probleme. Der Glaube an die schützende Wirkung von Amuletten sichert das Wohlbefinden und ist bedeutsam für Techniken der Heilung. Amulette und Glücksbringer sind sehr selten und ihre Besitzer können Geschichten darüber zu erzählen, wie sie sie erworben haben. Einige Amulette und Glücksbringer wurden gefunden und man nahm an, dass sie durch Blitzschläge entstanden seien. Andere wurden geschnitzt und anschließend rituell geweiht. Oft sind es Steine mit ungewöhnlichen Formen. Amulette, wie die kiwil der Ifugao dienten dazu, die Menschen vor Feindseligkeiten zu schützen.

Glücksbringer, wie die agayok wurden von Männern eingesetzt, um Frauen anzuziehen. In der Vergangenheit, als die Ifugao noch Kopfjagden durchführten, verwendeten Männer hipag-Amulette. Sie glaubten, dass sie ihnen bei den Überfällen helfen. Hipag-Amulette sind Holzschnitzereien von Tieren, z. B. Hunden, Schweinen, Hühnern oder Enten in Miniaturform. Diese Bilder wurden aus Holz geschnitzt, das aus den Wäldern des Dorfes stammte. Bei den Ifugao wurden Amulette manchmal auch als rituelles Zubehör verwendet und anschließend in Reisritual-Kästen aufbewahrt.

Text: Prof. Dr. Leah Abayao

Amulett

Kleine anthropomorphe Figur, die aus narra-Holz geschnitzt wurde. Möglicherweise als Talisman, als Glücksbringer oder zum Schutz vor Unheil verwendet. Der Sammler bezeichnete dieses Objekt als „Fruchtbarkeitsfigur“.

Tangkil

Oberarmschmuck aus dem Hauer eines Ebers. Mit Korbgeflecht und einer Holzfigur, an der Federn befestigt sind. Männer tragen bei Feierlichkeiten und Ritualen, wie z. B. dem begnas-Ritual für den Reisanbau ein Paar dieser Oberarmschmuckelemente. Solche Objekte sind heute meist Familienerbstücke, da die ursprünglich verwendeten Materialien nicht mehr verfügbar sind. Moderne Nachbildungen werden oft bei Kulturfestivals getragen.

Kinahu hip’ag

Holzfigur in Hundeform, die als Amulett dient. Solche Objekte werden normalerweise in einem Korb oder Ritualkasten aufbewahrt. Mit Patina. Figuren wie diese verkörpern die Kräfte der Hip‘ag-Kriegsgottheiten, die in Ritualen angerufen wurden, die im Zusammenhang mit Gewalt und kriegerischen Handlungen stehen. Hip‘ag-Gottheiten wurden auch häufig mit Jagd, Zauberei und der Heilung seltener Krankheiten in Verbindung gebracht.

Muling Steinamulett

Muling, ein harter, schwerer Stein, der als Amulett benutzt wurde, um sich vor Unheil zu schützen. In einigen Teilen des Ifugao-Gebietes werden solche Steine am Ende eines Stockes befestigt um sie daran zu tragen. In anderen Teilen des Ifugao Gebietes wird er auch kodla genannt.

Hip’ag

Anthropomorphe Figur aus Holz, die auf einem geschnitzten Sockel sitzt. Mit Patina. Figuren wie diese verkörpern die Kräfte der Hip‘ag-Kriegsgottheiten, die in Ritualen angerufen wurden, die im Zusammenhang mit Gewalt und damit kriegerischen Handlungen standen. Hip‘ag-Götter wurden auch häufig mit der Jagd, Zauberei und Heilung seltener Krankheiten in Verbindung gebracht. Hip‘ag konnten auch die Form von Tieren, wie z. B. Wildschweinen annehmen. Laut dem Sammler war dieses Objekt „mehrere Generationen“ alt, als er es erwarb.

Schwein

Hölzerne Tierfigur aus den Süden des Ifugao-Gebietes. Solche Figuren wurden oft in die Reisspeicher der Ifugao gelegt und waren Bestandteil der bul-ul und punamhan oder tingab-Ritualkästen.

Suklong

Kopfbedeckung der Bontoc aus Pflanzenfasern. Solche Kopfbedeckungen dienten Männern als Schmuck, aber auch zur Aufbewahrung von persönlichen Gegenständen oder Tabak. Sie wurden am Hinterkopf getragen und mit einem Band über die Stirn gesichert. Solche Kopfbedeckungen gab es in vielen Formen im Bontoc-Kankanaey-Gebiet. Ältere Bontoc tragen Suklong noch bei Feierlichkeiten oder zu besonderen Anlässen.

Tangkil

Oberarmschmuck eines Mannes, der aus den Hauern eines Ebers hergestellt wurde. Mit Korbgeflecht, Rattan und einigen daran befestigten Haarsträhnen. Männer tragen bei Feierlichkeiten und Ritualen wie dem begnas-Ritual für den Reisanbau ein Paar dieser Oberarmschmuckelemente. Solche Objekte sind heute meist wertvolle Familienerbstücke, da die Materialien für die Herstellung nicht mehr verfügbar sind. Moderne Nachbildungen werden jedoch häufig bei Kulturfestivals getragen.

Tangkil

Oberarmschmuck eines Mannes aus den Hauern eines Ebers. Mit Korbgeflecht und Rattanband. Männer tragen bei Feierlichkeiten und Ritualen, wie z. B. dem begnas-Ritual für den Reisanbau diese Oberarmschmuckelemente paarweise. Solche Objekte sind heute Familienerbstücke, da Materialien für die Herstellung nicht mehr verfügbar sind. Moderne Nachbildungen werden jedoch weit verbreitet bei Kulturfestivals getragen.