Dörfer

Dörfer sind territoriale Einheiten, die von den Bontoc als afu‘ und den Ifugao als bobley oder pfuglay bezeichnet werden. Sie dienen als Bezugspunkt zur ethnischen Identifikation. In den Dörfern leben die Menschen in Häusern, die auch als Lagerraum und ritueller Ort für Reisrituale dienen. Während sich die Dörfer im Laufe der Zeit veränderten, entstanden neue Siedlungsformen mit Verwaltungsstrukturen, die heute als städtische Zentren fungieren und die Nutzung und Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, wie Wälder und Landflächen kontrollieren. Die Bevölkerung wuchs und die Familien bauten moderne Häuser, in denen sie heute leben.

In den Dörfern der Kordilleren fürchten Menschen Einflüsse übernatürlicher Kräfte. Häufig wurden Amulette und Glücksbringer hergestellt, die die persönlichen Bedürfnisse der Menschen erfüllen, als Schutz dienen oder helfen sollen, Vorteile zu erlangen. In den Gegenständen, die die Menschen hergestellt haben, um sich zu schmücken, zeigt sich ihr künstlerisches Talent und ihre Handwerkskunst. Der Körperschmuck ließ zudem Rückschlüsse auf das Geschlecht, Alter und den sozialen Stand zu. Das Ansehen wurde häufig durch Kleidung und Schmuckstücke zum Ausdruck gebracht, die die Menschen bei besonderen Anlässen trugen.

Text: Prof. Dr. Leah Abayao